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Obdachlose
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Obdachlose

Hier starten nun die Berichte über das CSLI Projekt mit dem Arbeitstitel "Arbeit und Chancen für Obdachlose" in Zusammenarbeit mit namhaften Firmen, um Obdachlosen Arbeit und eine faire Chance für die Rückkehr in ein normales Leben zu geben.

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Arbeit für Obdachlose

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rupert_prohaska1.jpgÜber die Initiative unseres Generalsekretärs Rupert Prohaska konnte gemeinsam mit der Firma ATTENSAM und dem CSLI ein Konzept entwickelt werden, welches Obdachlosen eine faire Chance bietet, wieder in das „normale“ (was ist schon „normal“?) Leben zurück zu finden.

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Die Zentrale der Firma ATTENSAM in Klosterneuburg

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Nach mehreren Besuchen durch unseren Bundeskommandanten beim Management der Firma ATTENSAM und die Vorstellung der in Frage kommenden Kandidaten, konnten für drei Obdachlose die „Rahmenbedingungen“ für eine Anstellung (mit Sozial-, Kranken- und Pensionsversicherung) festgelegt werden. Erschwerend waren natürlich das Fehlen einer Bankverbindung und auch das Fehlen eines festen Wohnsitzes.

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Über die Schwelle... 

att02.jpgDie Kanditaten (alles auch CSLI Mitglieder) melden sich zur Vorstellung (v.l.n.r: Mico Potpara, Sascha Oberhauser und Herbert Böck)

att03.jpgDas Vorstellungsgespräch von Sascha Oberhauser (Zgf.CSLI)

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Die Hauptproblematik, dass die Schneeeinsätze in der Regel eher in der Nacht beginnen und oft auch in der Nacht beendet werden, stellte eine weitere Hürde dar. Normalerweise wäre das ja kein Problem, wohl aber für Obdachlose in einer Obdachlosenschlafstelle, wo zwischen 22:00 und 06:00 „Nachtruhe“ herrscht, da jedes Aufstehen, Weggehen und Kommen alle anderen Gäste der Notschlafstelle stört und zusätzliche Unruhe bringt.

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att04.jpgDie Vertragsunterzeichnung von Mico Potpara (Lt.CSLI)

att05.jpg Herbert Böck erhält von Frau Christine Kracher den Firmenausweis

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Aber gemeinsam mit der Obfrau der VINZI RAST – CORTI HAUS, Frau Cecily Corti, Herrn Christian Spiegelfeld  und den mitarbeitenden Nachtdiensten der VINZI RAST, konnte auch da eine Lösung gefunden werden, indem es gestattet wurde, dass diese Gäste nach einem Nachteinsatz auch unter Tags in der Notschlafstelle bleiben können, um den fehlenden Schlaf nachzuholen. Dennoch war es für alle Beteiligten nicht einfach, die ersten Einsätze zu überstehen. Erstens war die Arbeit ungewohnt, zweitens doch einigermaßen schwer und drittens, gleich beim ersten Schneeeinsatz sehr lang.

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att06.jpgFahrzeugübernahme 

att07.jpgDie Wintereinsatzfahrzeuge sind bestens ausgerüstet...

at09.jpg...jetzt fehlt nur noch der Sand...

att10.jpg...und auf geht es (Hier Mico Potpara mit "seinem" Fahrzeug)

att08.jpgMitarbeiter der Firma ATTENSAM begrüßen ihre neuen Kollegen

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An dieser Stelle gebührt unser aufrichtiger großer Dank dem verantwortlichen Leiter des „Winterdienstes“ der Firma ATTENSAM, Herrn Alexander Winter und natürlich Herrn Ing. Oliver Attensam  selbst, für das große Verständnis und die Geduld, die aufgebracht wurde um die Anfangsschwierigkeiten gemeinsam zu überwinden. Als "Belohnung" für das Durchhalten winkt aber eine fixe Vollanstellung bei der Firma ATTENSAM.

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att14.jpg" ...welche Tour geben wir unseren neuen Mitarbeitern?" (Herr Alexander Winter bei der Einteilung der Touren)

att09.jpgGruppenfoto nach der Übergabe der Arbeitsverträge ( v.l.n.r: Herr Böck, Herr Fiebrich (Firma ATTENSAM), Herr Potpara, Herr Winter (Firma ATTENSAM), CSLI Bundeskommandant Steinhardt, Herr Oberhauser)

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In der Folge wollen wir die Betroffenen selbst zu Worte kommen lassen, indem sie ihre Eindrücke, Gedanken und Erlebnisse selbst schildern. Die Redaktion hat bewusst diese Berichte NICHT „zensuriert“ oder verändert. Sie sind daher AUTHENTISCH.

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r18.jpg!!! PROJEKT !!! 

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Holt die von der Straße die es wollen.

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Ein Eigenbericht von Mico Potpara

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Mein Name ich Mico Potpara und ich möchte gern schildern, wie ich zu der Firma ATTENSAM kam. Es ist ein Projekt zwischen CSLI/ATTENSAM und ATTENSAM/CSLI.

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Vorweg möchte ich auch sagen, dass ich ein Obdachloser bin.

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Es war sicher nicht leicht dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Aber mein Commander Wolfgang Steinhardt und die Firma ATTENSAM einigten sich, drei Obdachlose in der Firma ATTENSAM unterzubringen. Einer davon bin ich. Der erste Schritt zu einem normalen Leben ist gesetzt. Das CSLI und mein Commander haben mir gezeigt, dass es geht wenn man will und die Firma ATTENSAM hat noch eins drauf gesetzt indem sie mich als Menschen aufnahm und nicht als Obdachlosen.

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Als ich beim CSLI aufgenommen wurde und nach einiger Zeit sogar meine „CSLI Leutnant Uniform“ bekam, war ich sehr stolz. Ich durfte sie seither ca. zehnmal tragen und jedes Mal wenn er mich abholte sagte er: „Uniform ist tadellos“ nur bei der Krawatte und dem Barett griff er gnadenlos zu, um sie mir zu richten. Ich lernte daraus und heute er sagt er: „Jetzt ist ALLES tadellos!“

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Ich hatte gelernt und es richtig gemacht! JETZT war ich erst RICHTIG stolz!

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Genau das habe ich auch bei der Firma ATTENSAM vor. Nämlich mit Stolz sagen zu können: „Ich arbeite gerne für diese Firma, denn ich habe von verständnisvollen Vorgesetzten gelernt, nicht nur zugehört sondern es auch umgesetzt.“

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Ich danke meinem Commander, dem CSLI, der Firma ATTENSAM und deren Mitarbeiter dort für die mir gebotenen Chancen.

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Und, nachdem ich als „Witzkisterl“ berühmt bin (ich hoffe es wird mir verziehen), ein ganz besonderer Dank geht an die Herren „Winter“. Denn ohne WINTER gäbe es keinen Schnee und ich hätte ohne HERRN Winter keine Arbeit!

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Ein Bericht über meine ersten Arbeiteinsätze folgt in Kürze. 

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att11.jpgRupert Prohaska bei seiner "Motivationskontrolle" beim ersten Schneeeinsatz (Hier mit CSLI OStWm Herbert Böck)

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"...ich werde der beste Schneeschaufler von Wien..."  (Herbert Böck)

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Unser CSLI "Kommandofahrzeug" mit Rupert Prohaska

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r18.jpg!!!SCHNEEWÖLFE!!!   (Ein Bericht von Mico Potpara) 

Im 2.Weltkrieg gab es „Seewölfe“, welche auf allen Weltmeeren Jagt auf ihre Beute machten. Wir, Sascha Oberhauser, Herbert Böck und ich, sind nunmehr die „ATTENSAM Schneewölfe“.

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Wölfe sind Beutejäger und unsere „Beute“ ist der Schnee. Immer einen Schritt hinten nach, erwischen wir ihn trotzdem überall. Das ist aber nicht immer leicht! Ein kleines Beispiel gefällig?

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Am 9.Jänner streikt unser kleiner Schneepflug. Also erfolgte das Kommando: „Alles händisch!“ Zwei Mann , zwei Schaufeln, eine große Fläche und viel Schnee. Nach vielen Stunden Schnee schaufeln sind wir fix und fertig. Fertig im wahrsten Sinne des Wortes und mehr als froh ins Bett fallen zu dürfen. Unserem Kontroller geht es nicht so gut. Er macht nach unser Arbeit noch seine Kontrollen, ob auch alles in Ordnung ist. Ich frage ihm scherzhaft: „ Weiß deine Frau überhaupt noch wie du aussiehst?“ Er antwortet mir nur mit einem müden Lächeln, aber es ist nicht das Lächeln eines lustigen Mannes (in diesem Augenblick). Sonst ist er aber ein lieber und lustiger Kerl! 

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schneewlfe_1.jpgDie "Scheewölfe" (v.l.n.r.) Sascha Oberhauser und Herbert Böck 

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Am nächsten Tag, nach nur wenigen Stunden Schlaf und immer noch sehr müde, kommt der Einsatzbefehl zur Kontrollfahrt. Geschlaucht fahren wir los, unser Kontroller hinten nach. Aber es dauert nicht lange und er ist zufrieden mit uns. Wir haben gut geräumt und müssen fast nichts nacharbeiten. Also wieder ab ins Bett und ausschlafen für den nächsten Einsatz.

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Es war „ein ganz normaler" Tag für uns.

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Text und Bilder